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Bei Kälte besteht Lebensgefahr für obdachlose Menschen! BAG Wohnungslosenhilfe fordert sofortige Kälteschutzmaßnahmen

Pressemitteilung

Berlin, 8. Januar 2026Seit Tagen herrschen in Deutschland extreme Minustemperaturen – nachts bis zu -15 Grad. Weitere Tage mit Extremtemperaturen stehen laut Wettervorhersagen deutschlandweit bevor. Mindestens vier wohnungslose Menschen haben in diesem Winter bereits jetzt ihr Leben durch Kälteeinwirkung verloren. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) warnt: Obdachlose Menschen sind durch Unterkühlung akut lebensbedrohlich gefährdet.

„Bei diesen Temperaturen wird jeder längere ungeschützte Aufenthalt im Freien zur Lebensgefahr. Hinzu kommt: Wer auf der Straße lebt, hat oft Vorerkrankungen und ein geschwächtes Immunsystem. Damit steigt Risiko erheblich.“, betont Sabine Bösing, Geschäftsführerin der BAG W. Laut BAG W leben rund 56.000 Menschen ganz ohne Unterkunft auf der Straße.

„Die Kommunen müssen jetzt handeln“, fordert Susanne Hahmann, Vorsitzende der BAG W. „Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Wir brauchen sofortige Maßnahmen, um Leben zu retten.“ Jeder wohnungslose Mensch hat ein gesetzliches Recht auf Unterbringung – unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus. Die Kommunen sind in der Pflicht, umfassenden Schutz zu gewährleisten.

Forderungen der BAG W an die Kommunen:

  • 24/7-Öffnung von Notunterkünften und Tagesaufenthalten – mit ausreichend Platz für alle Hilfesuchenden. Für besonders schutzbedürftige Menschen extra Räumlichkeiten vorhalten. Keine Abweisungen!
  • Bei Bedarf die Anmietung von leerstehenden Hotels, ggf. die Öffnung von U-Bahnstationen und anderen geeigneten öffentlichen Gebäuden.
  • Einrichtung von Kältebussen und öffentliche Bekanntmachung von Notrufnummern.
  • Aussetzen von Zwangsräumungen – eine beheizbare Wohnung ist der beste Kälteschutz.

Jede*r kann helfen

Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, nicht wegzusehen und Personen zu melden, die sich im Freien aufhalten und deren Leben durch Kälte und Witterung bedroht ist. Bitte rufen Sie im dringenden Fall sofort den Notruf – 112!

Die Presseinformation als PDF-Version können Sie hier abrufen.

Kontakt:

Sabine Bösing, Geschäftsführerin BAG W

(030) 284 4537 – 20 | presse@bagw.de