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Suchthilfe UND Wohnungsnotfallhilfe – zwei Hilfesysteme, eine gemeinsame Zielgruppe (SuWoKo)

Manual „Hand in Hand“ zeigt, wie Zusammenarbeit wirklich gelingt

14. April 2026

Wie können Suchthilfe und Wohnungsnotfallhilfe so zusammenarbeiten, dass wohnungslose Menschen mit einer Suchtproblematik tatsächlich erreicht werden? Das jetzt veröffentlichte Manual „Hand in Hand“ aus dem Projekt SuWoKo gibt darauf praxisnahe Antworten.

Das Kooperationsprojekt „Suchthilfe UND Wohnungsnotfallhilfe – zwei Hilfesysteme, eine gemeinsame Zielgruppe“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) hat die Schnittstelle zweier Systeme untersucht, die oft nebeneinander arbeiten, obwohl sie in vielen Fällen dieselben Menschen unterstützen. Ziel war es, herauszufinden, unter welchen Bedingungen Zusammenarbeit gelingt und wie Fachkräfte diese konkret umsetzen können. 

Das Ergebnis: ein praxisnahes Manual, das unterschiedliche Formen der Kooperation anschaulich darstellt. Es zeigt, was Zusammenarbeit erfolgreich macht und wo typische Herausforderungen liegen. Beispiele guter Praxis machen die Ansätze greifbar und übertragbar. 

Warum Zusammenarbeit entscheidend ist 

Suchthilfe und Wohnungsnotfallhilfe sind in Deutschland jeweils hoch spezialisierte Unterstützungssysteme mit großer fachlicher Expertise. Für Menschen, die sowohl von Wohnungsnot als auch von einer Suchterkrankung betroffen sind, entstehen jedoch häufig doppelte Hürden: Sie finden schwer Zugang zu passenden Angeboten oder fallen zwischen die Systeme. 

Genau hier setzt SuWoKo an, denn der Abbau von Zugangs- und Schnittstellenbarrieren ist eine zentrale Voraussetzung, um Menschen wirksam bei Wohnungslosigkeit und Suchterkrankungen zu unterstützen. 

Zentrale Erkenntnisse 

  • Abgestimmte Hilfen wirken: Besonders im Einzelfall profitieren Nutzerinnen und Nutzer von eng verzahnten Unterstützungsangeboten. 
  • Mehr Verständnis, bessere Zusammenarbeit: Kooperationen fördern den fachlichen Austausch und stärken das gegenseitige Verständnis unterschiedlicher Arbeitsansätze. 
  • Zugänge werden erleichtert: Hilfsangebote werden niedrigschwelliger nutzbar. 
  • Träger profitieren: Kooperationen schaffen strategische Vorteile und stärken gemeinsames Handeln, etwa gegenüber Politik und Verwaltung. 

Das Projekt SuWoKo wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert. Weiterführende Informationen zum Projekt, zu den Partnern und Modellstandorten sowie die Evaluationsberichte sind auf der Projektwebsite verfügbar: www.sucht-und-wohnungsnotfallhilfe.de  

Das Manual kann in gedruckter Form kostenfrei unter https://www.dhs.de/infomaterial/ bestellt werden.

 


Abschlussbericht des Projekts SuWoKo veröffentlicht

08. September 2025

Der Abschlussbericht des Projekts „Suchthilfe UND Wohnungsnotfallhilfe – zwei Hilfesysteme, eine gemeinsame Zielgruppe“ (SuWoKo) ist erschienen. Er zeigt: Eine enge Zusammenarbeit von Suchthilfe und Wohnungsnotfallhilfe verbessert den Zugang zu Angeboten und ermöglicht ganzheitlichere Unterstützung für wohnungslose Menschen mit Suchtproblemen.

Die dreijährige Untersuchung zeigt: Dort, wo Suchthilfe und Wohnungsnotfallhilfe eng zusammenarbeiten, entstehen spürbare Verbesserungen für die betroffenen Personen. Kooperationen ermöglichen ganzheitlichere Hilfen und erleichtern für sie den Zugang zu Angeboten. Als wichtigster Erfolgsfaktor für Kooperationen wird die finanzielle Planungssicherheit der bestehenden Einrichtungen und Dienste benannt. Laut Abschlussbericht gaben zudem 66,1 % der Befragten an, dass im Rahmen der Kooperation noch weitere Partner benötigt werden.

Zentrale Ergebnisse auf der Abschlussveranstaltung in Berlin vorgestellt

Die Abschlussveranstaltung des Projekts fand am 8. September 2025 in der Berliner Stadtmission statt. Unter dem Titel „Zwei Hilfesysteme – eine Verantwortung“ diskutieren Fachkräfte, Wissenschaft, Politik und betroffene Menschen Wege der Zusammenarbeit. Die Veranstaltung ist für Pressevertreter*innen geöffnet.

Zum Abschlussbericht gelangen Sie hier.

Die dazugehörige Pressemitteilung können Sie hier abrufen.

 


Start des Projektes Suchthilfe UND Wohnungsnotfallhilfe - SuWoKo

01. Februar 2023

Unter dem Titel „Suchthilfe UND Wohnungsnotfallhilfe - zwei Hilfesysteme, eine gemeinsame Zielgruppe“ (SuWoKo) startete am 01. Februar 2023 das gemeinsame Projekt der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W). In der dreijährigen Projektlaufzeit werden die Struktur- und Rahmenbedingungen für den Aufbau funktionaler Kooperationsstrukturen zwischen Sucht- und Wohnungsnotfallhilfe untersucht und entsprechende Handlungsleitlinien abgeleitet.

Begleitend dazu wurde eine Projektwebseite erstellt, die Inhalte und Ziele des Projektes transparent darstellt und Informationen sowie regelmäßige Updates zum aktuellen Stand wiedergibt.

Hier geht es zum Projekt: SuWoKo-Projektwebseite.

Weiterführende Literatur zum Thema Wohnungslosigkeit und Sucht ist in der DHS Bibliothek zu finden.

Mit dem Projekt setzen wir die bereits im Jahr 2021 erfolgreich begonnene Kooperation zwischen Sucht- und Wohnungsnotfallhilfe fort, um die Versorgung von suchtkranken Menschen in einer Wohnungsnotfallsituation stetig zu verbessern.

Die BAG W dankt dem Bundesministerium für Gesundheit für die Förderung. Auf die hohe Relevanz des Projekts SuWoKo macht der Bundesdrogenbeauftragte in einer Pressemitteilung aufmerksam. Auf der Seite des Bundesministeriums finden sie auch einen Steckbrief zum Projekt.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Gerne können Sie sich an den Projektkoordinator Thomas Kucza (kucza@dhs.de) oder an Sabine Bösing (SabineBoesing@bagw.de) wenden.