Am 11. und 12. Mai 2026 kamen rund 80 Fachkräfte und Entscheider*innen aus der Wohnungsnotfallhilfe in der Neuen Schmiede in Bielefeld zusammen. Die Fachtagung widmete sich der Frage, wie sozialräumliches Arbeiten in der Praxis gelingt – in der Stadt, im ländlichen Raum, auf der Straße und im digitalen Raum.
Den inhaltlichen Auftakt bildeten zwei Fachvorträge: Prof.in Dr.in Heike Hanhörster (TU Berlin) beleuchtete die Rolle des Sozialraums für gesellschaftliche Teilhabe; Prof.in Dr.in Nora Sellner (katho NRW) stellte empirische Befunde zum Raumnutzungsverhalten obdachloser Menschen vor und entfaltete eine Perspektive auf Sozialraumarbeit als Gestaltung von Bedingungen sozialer Anerkennung – nicht nur als Versorgungsaufgabe.
In sieben Praxiswerkstätten tauschten die Teilnehmenden Erfahrungen aus zentralen Handlungsfeldern aus. Das Spektrum reichte von der Moderation von Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum über Streetwork und Netzwerkarbeit, sozialräumliches Arbeiten in ländlichen Räumen und Partizipation als fortwährendem Auftrag bis zu digitalen Lebenswelten, urbaner Netzwerkarbeit und der Schlüsselrolle der Wohnungswirtschaft.
Den Abschluss bildete eine Fish-Bowl-Diskussion im Anschluss an einen strukturierenden Input von Andreas Zimmermann (LVR Köln). Die Abschlussdiskussion machte deutlich: Wirksame sozialräumliche Hilfe entsteht dort, wo Verantwortung geteilt und Zusammenarbeit verbindlich organisiert wird.
Die BAG W dankt allen Referierenden, Workshopleitungen und Teilnehmenden für die gelungene Tagung.
Ausgewählte Präsentationen der Tagung stehen hier zum Download zur Verfügung.
➜ Das vollständige Programm finden Sie hier (und hier barrierefrei)
