Wohnen ist Menschenrecht
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Wohnungslosigkeit bis 2030 überwinden
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Fachtagung Prävention

Prävention braucht Rückenwind!

Bilanz und Perspektiven im vierzigsten Jahr des Fachstellenkonzeptes

15. Juni 2026, Wissenschaftszentrum Kiel

Eine Tagung in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Schleswig-Holstein

Wohnungsnotfälle erfordern schnelle Hilfen – und klare Ansprechpartner*innen. Angesichts der Nachteile verteilter Zuständigkeiten begegnete der Deutsche Städtetag 1987 dem Thema der „Sicherung der Wohnungsversorgung in Wohnungsnotfällen“ mit dem Organisationsmodell der Zentralen Fachstelle: einer Stelle, die die zur effektiven Bearbeitung der Wohnungsnotfallproblematik benötigten Aufgaben und Kompetenzen bündelt. Die Argumentation ist einleuchtend und gilt unverändert: Der Erhalt der Wohnung kostet weniger als die Unterbringung nach dem Wohnungsverlust – und sichert den Menschen einen Ort, an dem sie selbstbestimmt leben können.

Vierzig Jahre nach diesem Vorschlag ist das Ziel jedoch nicht erreicht. Im Gegenteil: Steigende Zahlen von Menschen in Wohnungsnotfallsituationen, eine sich verschärfende gesellschaftliche Debatte und politische Entwicklungen, die eine Überwindung der Wohnungsnot nur schwer erreichbar werden lassen, prägen die aktuelle Lage. In diesem Kontext bleiben die Wohnungsnotfallhilfen – und mit ihnen ihre präventive Arbeit – unabdingbar. Klar ist: Prävention braucht Rückenwind!

Die Tagung nimmt diesen Ruf ernst und beleuchtet wichtige Aspekte der präventiven Arbeit entlang ihres Titels. Den strukturellen Rahmen, in dem Prävention heute zwischen sozialer Ungleichheit und politischer Gestaltung agiert, eröffnet Prof. Dr. Kai Marquardsen mit seinem einführenden Vortrag. Anschließend gibt die Fachstelle für Wohnhilfen und Schuldnerberatung Einblick in ihre präventive Praxis, die aus dem Zusammenwirken von Stadt und freien Trägern getragen wird – und damit exemplarisch zeigt, wie Fachstellen heute wirken. In den vier anschließenden Arbeitsgruppen diskutieren wir relevante Themen der Präventionsarbeit anhand verschiedener Perspektiven und guter Praxis. Die Tagung schließt mit einem Podium, das den Blick auf das Ziel der Beendigung der Wohnungslosigkeit bis 2030 richtet: Was braucht präventive Arbeit im vierzigsten Jahr des Fachstellenkonzepts, um dieses Ziel in einer heute umso breiter aufgestellten Hilfelandschaft erreichbarer zu machen?

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren – und gemeinsam Perspektiven für eine Prävention zu entwickeln, der der Rückenwind nicht ausgeht.
 



➜ Das vollständige Programm finden Sie hier (und hier barrierefrei)  

➜ Zur Anmeldung geht es hier

Teilnahmebedingungen und -hinweise

Teilnahmebedingungen und -hinweise

Tagungsort:
Wissenschaftszentrum Kiel, Fraunhoferstraße 13, 24118 Kiel

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Vom Hauptbahnhof Kiel mit dem Bus 91 bis zur Haltestelle Rankestraße. Über die Fraunhoferstraße (gegenüber der Haltestelle) erreichen Sie nach 3 Minuten Fußweg das Wissenschaftszentrum.

Anreise mit dem PKW/Parken:
Parkmöglichkeiten bestehen auf dem Parkplatz P1 des Wissenschaftszentrums, die mit „Gäste“ oder „Reserve“ gekennzeichnet sind. Den Parkplatz erreichen Sie über die Kuhnkestraße. Zur Ausfahrt erhalten Sie im Wissenschaftszentrum kostenlos einen Chip.

Tagungsleitung: Marie-Sol Gersch, Fachreferentin der BAG Wohnungslosenhilfe e. V.

Bitte beachten Sie die Rücktrittsfristen: 
Später als 10 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn (05.06.2026) werden 30 % berechnet. Später als 4 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn (11.06.2026) werden 70% berechnet. Mit Tagungsbeginn werden 100 % berechnet. Stornierungen werden nur schriftlich akzeptiert.

Preise

Preise

€ 136,00 Mitglieder der BAG W
€ 170,00 Nichtmitglieder
€ 85,00 Grundsicherungsbeziehende, Studierende (mit Nachweis)
(Ehemals) wohnungslose Menschen zahlen keine Teilnahmegebühr.

Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie über den Tagungsbeitrag eine Rechnung, die zugleich Anmeldebestätigung ist.

Anmeldeschluss: 08. Juni 2026

Bitte beachten Sie: Bei zu hohen Anmeldezahlen kann die Anmeldung vorzeitig schließen.

Bitte beachten Sie die Rücktrittsfristen:
Später als 10 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn (05.06.2026) werden 30 % berechnet. Später als 4 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn (11.06.2026) werden 70% berechnet. Mit Tagungsbeginn werden 100 % berechnet. Stornierungen werden nur schriftlich akzeptiert.