Gemeinwesen stärken – Teilhabe ermöglichen: Handreichung zu einer Sozialraumorientierten Wohnungsnotfallhilfe
Die Handreichung zeigt, wie Sozialraumorientierung in der Wohnungsnotfallhilfe wirksam umgesetzt wird. Wohnungslosigkeit entsteht nicht isoliert, sondern im sozialen, lebensräumlichen Kontext. Es werden bewährte Ansätze, Handlungsprinzipien und Methoden vorgestellt. Praxisbeispiele aus städtischen und ländlichen Räumen verdeutlichen, wie Netzwerkarbeit, Kooperation mit Wohnungsunternehmen und Partizipation von Menschen in Wohnungsnot gelingen. Die Handreichung richtet sich an Praktiker*innen und Entscheider*innen in der Wohnungsnotfallhilfe sowie Verantwortliche in Politik und Verwaltung. Sie formuliert konkrete Forderungen für eine nachhaltige, gemeinwesenbezogene Hilfe, die strukturelle Ursachen adressiert und demokratische Teilhabe ermöglicht.
Zugangssteuerung im Spannungsfeld von Leistungserbringern, Leistungsträgern und Leistungsberechtigten. Empfehlung der BAG Wohnungslosenhilfe zur Sicherstellung bedarfsgerechter Hilfe gem. §§ 67 ff. SGB XII
Erarbeitet vom Fachausschuss Persönliche Hilfen, soziale Dienste und Sozialraumorientierung (PSS) in Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss Sozialrecht, verabschiedet vom Vorstand der BAG W (am 05. März 2020) und dem Präsidium der BAG W (am 15. Mai 2020)
Vor dem Hintergrund der Neuerungen im Bundesteilhabegesetzes (BTHG)3 muss die Eigenständigkeit der Hilfen gem. §§ 67 ff. SGB XII betont werden. Hierbei ist zunächst die inhaltliche Abgrenzung hervorzuheben: Hilfeanlass ist auf der einen Seite „Behinderung“ (SGB IX „Eingliederungshilfe“) und sind auf der anderen Seite „soziale Schwierigkeiten“ (§§ 67 ff. SGB XII).
In der Empfehlung werden zunächst die wesentlichen in der Clearingphase zu erbringenden fachlichen Leistungen dargestellt. Daran anschließend werden Hinweise gegeben, welche Schritte sinnvollerweise nach der Clearingphase folgen können. Abschließend wird darauf eingegangen, wie das Clearing in einem Versorgungsgebiet organisiert werden kann.
